Urban Algae Canopy: Algen ersetzen Überdachungen

Die EXPO Milano 2015 ist meiner Meinung nach einer der interessantesten Messen im Hinblick auf den Ausblick auf die Zukunft. Zu gleichen Teilen geht es hier auch um die gerechte Nutzung der Natur im Rahmen der weltweiten Lebensmittelversorgung. Nebenbei werden folgerichtig auch Themen wie Umweltschutz und die Erschließung alternativer Energiequellen beleuchtet. Das „Urban Algae Canopy„-Projekt ist eines davon. Dies ist eine Bedachung aus transparenten Kammern, die mit einer Flüssigkeit, welche Mikroalgen-Organismen beinhaltet, gefüllt werden können. Dadurch können schattenspendende Flächen erzeugt werden, die gleichzeitig Produkte zur Energiegewinnung und Unmengen an Sauerstoff liefern.

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Wie funktioniert das Urban Algae Canopy-Project?

Als Nicht-Biochemiker ist der ganze Prozess sehr komplex, den das ecoLogicStudio aus London in Mailand vorstellt. Das ursprüngliche Design wurde vom Ungar Peter Horvath entworfen und trägt den simplen Namen „Biolamp Design“. Eine einzige Kammer gefüllt mit Algen und Wasser. Bei gegebener Sonneneinstrahlung wird der Prozess der Photosynthese in den Pflanzen angeregt. Dadurch wird ein unmittelbares Wachstum der Algen bewirkt. Die Dichte der Organismen nimmt dadurch rasch zu, der Algenteppich macht die transparente Wand undurchsichtig für das Auge wie auch die Sonne. Es entsteht eine Schattenfläche unter dem Fenster.

Durch den Einbau eines drei-lagigen Verkleidungssystems und der Steuerung von elektrischen Ventilen zur Manipulation des Flüssigkeitsdurchsatz der einzelnen Kammern hat das ecoLogicStudio ein einzigartiges System geschaffen, welches auf die Anzahl der Besucher unter einer jeweiligen Überdachungseinheit direkt reagiert. Strömen viele Menschen unter das Vordach, werden die elektrisch regulierten Ventile geöffnete, sodass mehr Algenmasse mit Kohlenstoffdioxid in die Kammer strömt. Die Färbung und Transparenz wird zu jeder Zeit durch die Besucher beeinflusst. Stehen keine Menschen unter der Installation wird die Flüssigkeit wieder aus der Kammer abgepumpt. Clever, denn die Schattenfläche wird nicht benötigt!

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Energieerzeugung durch Biomasse

Während die Algen das Sonnenlicht via Photosynthese verwerten und dem Menschen einen kühlen Unterschlupf bieten, wird gleichzeitig eine riesige Biomasse erzeugt. Diese kann dann nämlich zur Energieerzeugung verwendet. Knapp 150 kg Biomasse (60 % davon sind natürliche Proteine) soll die fertige Installation im zukünftigen Food District pro Tag erzeugen! Noch positiver ist aber der Sauerstoffausstoß. Jener ist  dem von 4 Hektar Waldfläche gleichzusetzen! Krass! Gute Sache dieses Urban Algae Canopy-Projekt!

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Nach der ganzen Erläuterung, hoffe ich, dass davon auch etwas hängen geblieben ist. Weitere (tiefgreifende) Informationen erhaltet ihr auf der Seite des ecoLogicStudio.

Image courtesy: Diana Baldoni for ecoLogicStudio

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