Opel Corsa OPC (2015): Track-Tool im Kleinformat auf Höhenflug

Opel Corsa OPC (2015): Track-Tool im Kleinformat auf Höhenflug

Ein Tag Almdudler. Dudenhofen an einem Tag. Klingt schon besser, aber noch phänomenaler wenn ihr mit dabei gewesen wärt. Testcenter der Automobilhersteller sind ebenso wie der Nürburgring heiliger Boden. Erlkönige, wo man nur hinblickt., eine Tanke ohne Kraftstoffpreise und ohne Bistro, dafür mit Selbstbedienung oder Toiletten die so sauber sind, dass du von deren Böden essen kannst. Aber das ist ja noch lange nicht das Beste!

Regen, geschlitzte Slicks und ein Opel Astra GTC Cup-Fahrzeug, welches sonst in der VLN an den Start geht, sind zum Beispiel ein Erlebnis, dass ich lieber mit einem fetten Grinsen beschreibe als hier im Text und nein, es geht auch nicht darum, das erste Mal ein Fahrzeug aus einer Kiesgrube zu befreien, worum geht’s hier eigentlich (und warum erzählt der eigentlich nicht mehr von den Erlebnissen)?! Die Adam Opel AG will nicht dass ich darüber schweige, aber eure Aufmerksamkeit verdient viel mehr ein Rennzwerg, dessen Vorgänger für viele schon unschlagbar war, der auch nun die gesamte Konkurrenz im Boden versenkt. Spätestens ein Blick in die Vergleichstest lässt einen schmunzeln, so wird der neue Opel Corsa OPC gegen den John Cooper Works von Mini antreten – Kleinwagen gegen Kompaktklasse.

© GM Company.
© GM Company.

Wer ungläubig schaut, den wird das unglaubliche Drehmoment von 280 Nm dank Overboostfunktion bei durchgedrücktem Gaspedal (sonst 245 Nm) direkt auf den Boden der Tatsachen zurückholen. Eine Mordsmaschine dieser 1.6 l Motor, der unzählige Änderungen erhalten hat wie einen verbesserten Ladeluftkühler, neuen Ansaugtrakt und ebenfalls neue Injektoren – das Resultat sind 207 PS – 15 mehr als der Vorgänger! Mit rund 1290 kg hat der wesentlich erwachsener gewordene Opel Corsa OPC dank viel geteilter DNA mit dem Astra GTC OPC  damit auch eine Sprintzeit von 0 auf 100 km/h von 6,8 Sekunden.

© GM Company.
© GM Company.

Guten Seitenhalt und eine fixierte Position bieten die traditionellen Recaro-Schalensitze, die vor allem die extrem schnellen Kurvengeschwindigkeiten ermöglichen, welche beim „Performance Pack“ dank eines mechanischen Sperrdifferenzial von Drexler (90 %) an der Vorderachse für ein Maximum an Traktion sorgt. Auf der langen Grade verzögert eine 4 Kolben-brembo Bremsanlage mit 308er Scheiben an der Vorderachse und ihr steht schneller als ihr das Jugendwort „Alpha-Kevin“ aussprechen könnt.

© GM Company.
© GM Company.

Trotz einem ganzen Tag auf dem Track schneidet die Bremsanlage gut ab – kein Fading trotz ununterbrochenen Bremsschlägen. Auch die Kühlung scheint in Ordnung, mehr Geruchsentwicklung habe ich hier schon bei ganz anderen Fahrzeugklassen erlebt! Was allerdings wirklich überzeugt ist die satte Straßenlage, die ein Aufschwanken der Karosserie mittels der nach vorne versetzten Hinterachse erstklassig reduziert. Selbst die sonst so vernachlässigten PU-Buchsen wurden hier von vornhinein überarbeitet – absolut tadellos! Übrigens hat KONI Opel die Werkzeuge bereitgestellt um eine Art mechanisch regelndes Gewindefahrwerk (FSD) zu realisieren. Je nach Bewegungsfrequenz wird die Zugstufe nämlich durch ein Ventil immer härter, bei langsamer Fahrt auf gutem Untergrund wirkt das Fahrwerk dagegen sehr komfortabel. Es fällt mir wirklich schwer hier etwas anzumäkeln, doch die abgestimmte Remus-Abgasanlage ist mir vom Klang her zu weich und brav. Hier gehört doch etwas verrotztes drunter wie es auch der GTC OPC kann – immerhin frisst der kleine Opel Corsa OPC ja auch sonst alles andere auf dem Track!

Zu haben ist der kleine Rennzwerg bereits ab 24.395 €.

© GM Company.
© GM Company.

Fotos: © GM Company.

Verwandte Stories

Leave a Comment

Kommentar verfassen