Stilsicheres Auftreten: Audi S4 Limousine

Misanorot. Da ist doch schon bella Italia im Namen. Denkste. So schimpft sich die distinktive rote Lackierung, die typischerweise Audis RS-Modelle ziert. Wie das so ist, wenn Audi uns ein Geschenk macht, kommt es eben auch in misanorot. Diesmal in Form einer Audi S4 Limousine. So Deutsch, so makellos, so durchdacht, wie es eben nur ein Audi kann. Aber misanorot? Gut, dachten wir uns. Dann holen wir eben Deutschland nach Italien.

Wenn die Farbe die Destination bestimmt

Aber nicht in irgendein Italien. Zugegeben, der gemeine Schüler, der Erdkunde in der neunte Klasse abgewählt hat, unterteilt Italien in drei Teile. Norditalien – Rom und so. Toskana: Landhäuser mit den schmalen hohen Bäumen. Und zu guter letzt: das Ende des Stiefels; der Absatz. Sizilien gehört nicht dazu, denn die Mafia will Schutzgeld. Haben wir aber nicht, hab ich alles in Kryptowährungen investiert. Bitcoin akzeptieren die nicht, genauso wenig wie ein EC-Kartengerät. Die Audi S4 Limousine will ich nicht in Zahlung geben. Kamele bekomme ich auch nicht als Tausch, wenn ich Diana anbiete.

Venedig mit dem Auto

So kam uns ein genialer Gedanke! Nämlich, dass wir ordentlich Geld sparen können, wenn wir in den Norden fahren und dann natürlich die einzige Stadt ansteuern, wo keine Autos auf den Straßen fahren. Boah genial! Kurzum: wir fuhren nach Venedig. Mit einem Auto. Als Kind rat man mir immer, wenn man sich fest genug etwas wünscht, geht es in Erfüllung. Ich wollte also Kapitän werden. Naja, ein Steuer hatte ich schonmal in der Hand.

Audi S4 Limousine: kein Verstand, nur Emotionen

Audi S4 Limousine Interior Interieur Cockpit s-line abgeflachtes Lenkrad Schiebedach

Abgeflacht mit s-Emblem. Schaltwippen und allerlei Assistenzsysteme, die das adaptive cruise control fast zu einer Art Autopilot machen. Viel besser als ein Schiff. Gott, sind wir gut! Dachten wir. Bis wir am „manual override“ gefallen fanden und ebenfalls mit mehr Knoten auf der Uhr gen Venedig bretterten. Ungeachtet dessen, dass wir das System der italienische Geschwindigkeitskontrolle erst auf dem Rückweg so richtig durchblickten. Genau zu dem Zeitpunkt, an dem wir geschworen haben die schnellste Zeit zwischen zwei Warnschildern aufzustellen. Mehrere Messpunkte, Zeit, Distanz = Durchschnittsgeschwindigkeit. Ich sprach oben bereits davon, wir mussten Geld sparen. Vor der Reise, während der Reise und besonders danach.

Ein etwas anderer Aufzug

Audi S4 Limo misanorot Venedig Piazzale Roma Bus Fußgänger Langzeitbelichtung

Ich könnte euch jetzt davon erzählen wie uns ein Carabinieri mit der Hand am Halfter gedroht hat beim Befahren eines Kreisverkehrs schleunigst die Biege zu machen, nur um sich nach drei Minuten wieder mit dem gleichen anzulegen. Kann euch aber auch einfach mitteilen, wie zufrieden man ist, wenn die Audi S4 Limousine auf einem eigenen Aufzug „unter Tage“ gefahren wird.

Schade wegen der Aussicht. Gut fürs Portemonnaie, wenn das Fahrzeug erstmal unterirdisch verwahrt bleibt, denn führe uns nicht in Versuchung… Man sagt ja, du hast nur das richtige Auto, wenn du dich nochmal beim Abschließen umdrehst. Todsicher hast du die richtige Wahl getroffen, wenn Unvernünftigkeit auf Praktikabilität stößt! Schon jetzt unser most rememberable Roadtrip-Car. Gut, Venedig kann halt auch schon was. Per pedes oder auf dem Wasser.

Kann einiges, vieles besser als andere

Audi S4 Limousine misanorot Motion Fahraufnahme Italien Landstraße

Multitasking und Mann in einem Satz? Das kann nur die Audi S4 Limousine wie Diana feststellt. Warum sie so verliebt in den Ingolstädter ist:

…weil er multitaskingfähig ist. Obwohl er ein Mann ist.

DER Audi S4 kann so einiges gleichzeitig: er bringt seine Passagiere von A nach B, was die unspektakulärste Fähigkeit für ein Auto ist. Gleichzeitig aber sorgt das Soundsystem für Töne, die die eigene Stimme übertönen, sodass man sich unbekümmert wagt, lauthals (trotz Textaussetzern) mitzusingen. Darüber hinaus kann man durch das Schiebedach in den Himmel schauen – was vor allem bei Sternenhimmel ein grandioser Ausblick ist. Und das Beste: Man kann während der Fahrt kurz mal eben was aus dem Kofferraum holen.

Na gut – „kurz“ und „mal eben“ sind an dieser Stelle vielleicht übertrieben, aber immerhin kann man behaupten, dass der Audi eine Lösung für folgendes Problem hat: „Ich hab so Bock auf Schokolade! JETZT! Und nicht erst in 47 km beim nächsten Rastplatz (den man des Limits bei 120km/h sei Dank in Italien erst Recht nicht schnell erreicht).“

„Dann hol doch welche aus dem Kofferraum.“ – Gesagt. Getan.

*Krabbelt vom Beifahrersitz auf die voll bepackte Rückbank. Hockt zwischen Taschen, Jacken, und anderem Proviant, die da. Klappt die Rückenlehne zurück. Kramt sich durch die Koffer und Taschen im Kofferraum an das entsprechende Fach ihrer Reisetasche. Schreit: „HAB SIE!“. Verbleibt Schokolade essend auf der Rückbank. (Könnte ja sein, dass man teilen müsste, wenn man sich erst einmal zurück nach vorne gekämpft hat.) Geht also auf Nummer sicher, und kehrt erst mit leerer Packung zurück.*

„Gibst du mir auch ein Stück?“

„Oh, fforry. Ffolltefft du auff ein Fftück? Hab geraaaade daff leffte gegeffen.“

Die Perspektive von der Beifahrerseite war zwar auch ganz nett, aber hinter dem Steuer ist es eben doch leider geil. Zum Glück kam nach einigen Kilometern Entertainer-Beifahrersitz a.k.a. Mädchen-für-alles wie zum Beispiel „Gib mal was zu Trinken“ oder „Mach mal den DJ“ oder „Stell mal die Klima ein“ dann doch endlich wieder die gute alte (vor allem aber GESCHWINDIGKEITS-UNBEGRENZTE) deutsche Autobahn.

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