Gary Paffett Marco Wittmann Fight Überholen Tourenwagen

DTM 2017 Nürburgring. Turbulent wie immer, doch ein Hersteller setzte sich durch. Mercedes-AMG dominierte das gesamte Rennwochende die Deutsche Tourenwagen Meisterschaft. Lucas Auer gewinnt das Regenrennen am Samstag, Robert Wickens holt seinen ersten Saisonsieg im 14. Rennen am Sonntag.

Lucas Auer in Topform am Samstag

Lucas Auer Rennen 1 Rennwagen Mercedes

Der junge Österreicher Auer holte abermals die Pole am Samstag. Rekord! Er lieferte mit 1:25.968 Minuten die Qualifyingbestzeit am Nürburgring zum vierten Mal in Folge! „Wir waren zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Fleck. Das war ein super Timing, mit den richtigen Reifen von meinem Team. Ich habe mich von der ersten bis zur letzten Runde wohlgefühlt. Das ist eine sehr verdiente Pole. Hammergeil. Das Wetter im Rennen kann ich nicht beeinflussen. Es wird eine coole Show werden wie immer.“

Und was das für eine Show war! Auer gab hielt sourverän an P1 vom Anfang bis zum Ende des 1. Rennen am Wochenende unter widrigen Wetterbedingungen fest, baute seine Führung auf den zweiten sogar dramatisch aus. Es war nicht nur eine One Man Show; Mercedes-AMG demonstrierte eindrucksvoll wozu der C63 AMG-DTM taugt. Kein Doppelsieg. Ein Vierfachsieg. Besser als Märchen: Paul Di Resta, Robert Wickens und Maro Engel komplettieren in dieser Reihenfolge das Vierergespann um die höchsten Punkte am Samstag.

Harte Fights am Sonntag. BMW den Silberpfeilen unterlegen.

Gary Paffett C63 AMG DTM Nürburgring

Bessere Bedinungen bei der DTM 2017 Nürburgring herrschten dagegen am Sonntag. Doch trotz BoP und einem frischen Mindset sollte es für die Konkurrenz weniger gut laufen. Ein früher Dreher von Auer verwehrt ihm im Gesamtklassement Ekström die Führung abzuluchsen. Eine glückliche Konstellation für die vier Ringe, die an diesem Rennwochenende nicht zum strahlen kommen. Hingegen sorgen BMW und Mercedes-AMG für ein phänomenales Drama. Wittmann, Di Resta und Wickens liefern sich einen unerbitterlichen Fight bis Runde 35. Positionswechsel, Überholmanöver, harte Kämpfe um die Ideallinie. Das ist DTM. Das ist Rennsport! Abermals zeigte sich das grandiose Setup der AMGs jedoch überlegen. Am Ende kann der Kanadier vor dem Schotten und Wittmann seinen ersten Saisonsieg sichern.

Trotzdem ist die Meisterschaft nach 14 Rennen noch lange nicht entscheiden. Auer (127 Punkte) rückt mit nur neun Punkten Rückstand auf den 1. der Fahrerwertung, Matthias Ekström, auf. In den letzten vier Rennen der Saison und 112 zu vergebenden Punkten ist noch alles drin! Rast (124) auf dem dritten Platz gefolgt von Wittmann (115), Green (113), Rockenfeller (110) und Glock (108). Zehn Fahrer haben somit noch realistische Chancen auf den Titel!