Callaway Competition ist ein seit 1985 bestehendes Unternehmen für Karosseriefertigung und Rennumbauten. Unter anderem baut der Hersteller mit der Chevrolet Corvette C7 GT3/R eines der erfolgreichsten GT3-Fahrzeuge überhaupt. Ferner modifiziert das Motorsportteam auch eure eigene Corvette! Der in Leingarten ansässige Hersteller ist auf den Kohlefaser-Werkstoff spezialisiert. In Handarbeit und In-House werden Karosserie- und Anbauteile nach Wunsch angefertigt. Beim ADAC GT Masters Rennen in Zandvoort konnten wir den Jungs bei ihrem Job über die Schulter schauen.

Zu dieser Zeit führte Callaway Competition die Meisterschaft souverän an. Daniel Keilwitz und Marvin Kirchhöfer pilotierten die C7 GT3 über die gesamte Saison hinweg auf Spitzenplätze. Lediglich der Nürburgring verpasste der Siegesserie einen Dämpfer. Die Corvette schied mit einer defekten Lichtmaschine aus. In Zandvoort kam es dann noch dicker.

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ADAC GT Masters Zandvoort

Die Offiziellen der ADAC GT Masters zwangen das Team einen Air-Restrictor einzubauen, da das Team bereits im Training 1 Sekunde pro Runde schneller war als die Konkurrenz. Der Air Restrictor ist ein Bauteil, welches vor den Lufteinlass gesetzt wird, um die maximale Sauerstoffmenge, die der Motor für das Benzin-Luft-Gemisch benötigt, zu begrenzen. Dies wiederum führt zu einem Verlust von 55 Nm Drehmoment. Und der Schlussfolge, dass Callaway Compeition auf dem Kurs zwischen den Dünen in Nord-Holland eine halbe Sekunde langsamer war. Für „Chancengleichheit“ sorgen dank einer Verbesserungswürdigen Balance of Performance nennt man das dann. Oder eben Wettbewerbsverzerrung.

Alle fürchten Callaway Competition

Ernst Wöhr und Giovanni Ciccone sind alte Hasen in dem längst durch Zuschauerzahlen und Rendite instrumentalisierten Rennzirkus. Ernst hat da nur ein Schulterzucken und Grinsen für übrig. Weitermachen und fighten ist die Devise. Egal wie schlecht die Chancen stehen! Ein Mantra, dass vor allem auch in der Fertigung ganz in der Nähe von Heilbronn gelebt wird. „Wir sind hier um zu gewinnen, nicht um mitzufahren,“ wie es Mitbegründer Giovanni mal sagte. Die Corvette C7 GT3/R ist nämlich exakt dafür gebaut worden.

Chevrolet Corvette C7 GT3/R

Bereits Mitte 2014 wurde mit der Entwicklung der Corvette C7 GT3 R via CAD begonnen. Dabei wurde das Projekt durch eine internationale Zusammenarbeit verschiedener Experten realisiert. Das Karosserie- und Armaturenbrettdesign konstruierte so zum Beispiel Paul Deutschman (Hausdesigner von Callaway aus Montreal, Kanada am CAD) während technisch relevante Bauteile in Leingarten designt wurden. Per Skype klärte man dann Detailfragen. Im Frühjahr 2015 began der Fahrzeugbau.

Durch den engen Draht zu Lieferanten und Kunden wurden Karosserieteile bereits direkt gefräßt. Die Fertigung der Carbonteilen aus diesen erfolgte danach direkt in den eigenen Hallen. Lediglich das Chassis der C7, die unteren Querlenker und die oberere Hälfte samt Fahrzeugheckteil sind noch Original. Die meisten technischen Teile bestehen aus Aluminium. Der Rest Handarbeit aus Carbon. Ein einziges Unikat.

Chevrolet Corvette GT3 R Race track

Dabei zeigen sich Paul Schreiber und Alex Köppe zeigen verantwortlich für die Entwicklung aller aerodynamische Anbauteile. Namentlich sind das Bugflachspoiler, Diffuser und Heckflügel. Mittlerweile stecken mehr als 30 Jahre Erfahrung in der neusten Chevrolet Corvette C7 GT3-R. Wahnsinn, oder?!

Schlussendlich ist das Rennergebnis egal, denn man weiß was die Corvette kann. Vor allem weiß man um ihre anziehende Wirkung. Kein anderes Fahrzeug polarisiert so viele Menschen in der Rennserie. Eine ganze Community an Muscle Car-Fans, Harley Davidson-Fahrern und Rockern läuft wie besessen zu dem Fahrzeug mit der Checkered Flag. Wir freuen uns die Corvette bald wieder vorne mit dabei zu sehen und hoffen euch auch dazu zu bringen mal in den Livestream zu schauen zum Finale am Hockenheimring am 21. – 23.09.2018.